Mittwoch, 8. September 2010

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Pressestimmen AIDA & EVITA

 

ON:

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Wüstensand, bis die Herzen brennen ...Gänsehautfeeling und frenetischer Jubel für 1 800 Zuschauer!
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NOZ:

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Das Solistenensemble scheint für die Rollen wie geschaffen ...üppige Kostüme als Augenweide!
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WN:

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Gäbe es einen Oskar für die gelungenste Musicalinszenierung – Tecklenburg hätte ihn sicher verdient. ...frenetischer, minutenlanger Beifall!
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MZ Münster:

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Eine wirklich sehenswerte Aufführung ... Standing Ovations nach dem letzten Ton!
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ON:

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Tecklenburg – der Nabel der Musicalwelt!
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NOZ:

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frenetischer Applaus minutenlang!
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WN Münster:

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Diese EVITA-Inszenierung ist grandios!
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Da Capo:

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Evita-Premiere – ein Triumphlauf!
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MZ Münster:

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Standing Ovations für eine bewegende Aufführung!
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Empfindlich ...

Das Thema Evita ist immer noch empfindlich in Argentinien: Der amerikanischen Sängerin und Schauspielerin Madonna soll bei den Dreharbeiten für Alan Parkers Kinofilm "Evita" 1996 vom argentinischen Präsidenten persönlich verboten worden sein, auf dem Balkon der Casa Rosada zu stehen, um die Gefühle der Argentinier nicht zu verletzen.

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Zusätzliche Links und Infos

Tipps und Hinweise

Spielplan:

Alle Termine und Veranstaltungen in der Monatsübersicht:

Juni - 2010
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Mittwoch, 02. Juni 2010
Mittwoch, 16. Juni 2010
Mittwoch, 23. Juni 2010
Mittwoch, 30. Juni 2010
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Evita - Informationen und Geschichte

Schon zu ihren Lebzeiten war Evita Perón ein gefeierter Mythos. Zwar hatte sie selber nie ein Staatsamt inne, aber sie beeinflusste die Politik ihres Mannes Juan Perón entscheidend.

Eva war 1919 als uneheliches Kind in der Nähe von Buenos Aires geboren. Sie hatte vier Geschwister und wuchs in Armut und sozialer Ächtung auf. Die „kleine Eva“ (spanisch: „Evita“) hatte aber trotz dieser schlechten Voraussetzungen ehrgeizige Pläne für ihr Leben. Sie wollte berühmt werden. Schon mit 15 Jahren ging sie nach Buenos Aires um Schauspielerin zu werden. Zwar bekam sie tatsächlich einige kleinere Engagements in relativ erfolglosen Bühnenstücken und Rollen in ebenso unwichtigen Filmen, aber das war auch schon alles an  Schauspielkarriere, was sie erreiche. Eva schlug sich irgendwie mit Jobs in Nachtclubs durch.

Trotzdem gab sie ihre Pläne nicht auf. Sie setzte ihre Jugend und ihre Reize für ihre Karriere ein, blondierte ihr Haar und wählte ihre Liebhaber nach deren Macht und Einfluss aus. So arbeitete sie sich gesellschaftlich nach oben. Sie bekam Aufträge für Hörspiele beim Radio und dann sogar eine eigene Sendung, die sie in der Stadt bekannt machte.

Mit 24 Jahren lernt sie 1944 auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung den damaligen Kriegsminister Juan Perón kennen. Diese Chance lässt sie nicht ungenutzt und spannt den Politiker noch am selben Abend seiner Begleiterin aus. Eva will für diesen Staatsmann unentbehrlich werden.

Sie nutzt ihre Radiosendung um glühende Fürsprache für die Pläne Peróns zu halten. Sie setzt sich hörbar für soziale Gerechtigkeit und eine starke Wirtschaft ein. "Ich habe mich fanatisch Perón und seinen Idealen verschrieben", sagt sie später oft, "ohne Fanatismus kann man nichts vollbringen."  Diese Begeisterung fällt vor allem bei den einfachen Menschen, die es im Alltag schwer haben, auf fruchtbaren Boden. Sie sehen Evita als ihresgleichen an und sind bereit ihr zu glauben. Sie erheben Eva zum Idol. Und damit folgen sie auch den politischen Zielen von Juan Perón.

Evas Macht und Einfluss zeigt sich schon nach einem Jahr, als Perón 1945 bei einem Putsch verhaftet wird und mehr als 200.000 Menschen ihrem Ruf zu einem Protestmarsch folgen. Aus Angst vor einem Bürgerkrieg geben die Putschisten nach und lassen Perón frei. Am nächsten Tag heiratet er Evita. Sechs Monate später wird Perón zum Präsidenten gewählt.

Trotzdem bleibt das Leben der Evita schwer. Denn die gehobene Gesellschaft von Buenos Aires verachtet sie und nimmt sie nicht als Ihresgleichen auf. Ihr Auftreten wird als „Geltungssucht“ bezeichnet. In der Tat gibt Eva ungeheure Summen für luxuriöse Kleider aus – und man fragt sich, woher sie dieses Geld bekommt.

Und trotzdem steigt ihr politischer Einfluss. Sie kann 1947 das Wahlrecht für Frauen durchsetzen. Politisch gibt sich das kinderlose Präsidentenpaar sozial, doch Juan und Evita herrschen wie Diktatoren. Schlüsselpositionen besetzen sie mit Vertrauensleuten, lassen politische und gesellschaftliche Gegner gnadenlos von einer Geheimpolizei bespitzeln und verfolgen, die Pressefreiheit aufheben. Wegen Evitas außergewöhnlichem sozialen Engagement stehen die Armen trotz allem hinter ihr, während die Oppostition gegen Juan Perón wächst.

1951 erkrankt Eva Perón an Leukämie. Hunderte von Frauen versammeln sich vor der Residenz der Peróns und halten eine Art trauernder Krankenwache. Evita stirbt am 26. Juli 1952. Drei Jahre später wird Präsident Perón gestürzt und flieht ins Exil. Evitas Gegner versuchen, alle Erinnerungen an sie zu vernichten. Bilder, Bücher und persönliche Unterlagen wurden öffentlich verbrannt und Denkmäler eingerissen.

Die Leiche Evitas wurde außer Landes gebracht und blieb 17 Jahre lang verschwunden.

In Buenos Aires verehrt man Evita bis heute. Es wird erzählt, dass sie Staatsschätze an die Armen verteilte und den Frauen das Wahlrecht brachte. An jeder Ecke wird der Mythos Evita, des „Engels der Armen“ als touristische Attraktion genutzt.

Im Hafenviertel La Boca, wo heute vor bunten Wellblechhäuschen für Touristen Tango getanzt wird, steht sie als Plastikfigur winkend neben Fußballstar Diego Maradona und Tango-Ikone Carlos Gardel. Die Buchläden sind vollgestopft mit Titeln über den Peronismus, an Kiosken prangt Evitas Konterfei: als Anstecker, als Aufnäher oder als Kühlschrankmagnet.

Das ist allerdings eine neue Entwicklung, denn bis in die 80er-Jahre waren ihre Bilder in der ganzen Stadt von der Militärregierung verboten. 1955 zwangen die Militärs ihren Ehemann, den Präsidenten des Landes General Juan Domingo Perón, zur Flucht. Aus Angst, Evitas Grab könnte zum Pilgerziel werden, schafften die Militärs die sterblichen Überreste nach dem Putsch nach Europa und verscharrten sie auf dem Mailänder Cimitero Monumentale. Erst 1974 wurde sie nach Argentinien zurückgebracht. Seit 1976 ruhen sie auf dem Recoleta-Friedhof in Buenos Aires.

Wie kaum eine andere Person hat Evita die Seele des Volkes berührt. 1919 als uneheliches Kind eines Großgrundbesitzers und einer Köchin im Pampakaff Los Toldos geboren, entfloh Eva María Duarte bereits mit 15 Jahren der Tristesse ihrer Heimatstadt. Sie wollte ganz nach oben. Um das zu erreichen, bändelte sie mit jedem an, der ihr irgendwie hilfreich sein konnte.

Im Schlepptau des Tangosängers Agustín Magaldi kam sie nach Buenos Aires. Hier ging die junge Evita als Tänzerin in die Tangolokale, trat in verlotterten Theatern und unbedeutenden Filmen als Kleindarstellerin auf. Danach folgte eine Anstellung beim Radio.

Das Radio war es auch, das sie mit General Perón zusammenbrachte. Er hatte sich gerade an die Staatsspitze geputscht und zog als Arbeits- und Kriegsminister die Fäden hinter der neuen Regierung.

Sie begegneten sich 1944, ein Jahr später heirateten sie. Als Perón 1946 demokratisch legitimiert die Macht in Argentinien übernahm, wurden Evita Aufgaben im Arbeits- und Sozialministerium übertragen. Die Armen applaudierten, der Geldadel verachtete sie. Jahrzehntelang hatte die argentinische Elite die Staatsgeschäfte bestimmt. Nun war es der populistische General Perón, der am Río de la Plata das Sagen hatte - und seine Frau verteilte die Staatsschätze an die Bedürftigen.

Auch ein halbes Jahrhundert nach Evitas Tod ist Buenos Aires zweigeteilt. Geteilt in die ewigen Romantiker und die Evita-Gegner wie Tita Martínez Vivot. "Evita begeisterte die Massen, zweifellos", sagt die ehemalige Kunstprofessorin, "aber sie handelte nicht aus Liebe zu ihrem Volk. Sie war eine Demagogin. Früher war Argentinien ein reiches Land", fährt die 85-Jährige fort, "dann kamen die Peronisten und machten alles kaputt."

In Argentinien ist Evita zur Quelle fortdauernder Tourismuseinnahmen geworden. Bustouren führen an der Casa Rosada vorbei, von deren Balkon Eva ihre Reden gehalten hatte. Weiter geht es über die Avenida 9 de Julio, wo die Menschenmassen 1951 der Bekanntgabe ihrer Kandidatur als Vizepräsidentin zuhörten. Dann folgt der kleine Parkt an der Avenida del Liberator, wo Evita als Bronzestatue vor der Nationalbibliothek zu bewundern ist. Es gibt dort sogar ein Evita- Museum. In einem Haus im Stadtteil Palermo, das lange als Zuflucht für mittellose Frauen zur Verfügung stand, können heute Exponate und andere Erinnerungen an Evitas Leben besucht werden. In Endlosschleife ist dort die gigantische Trauerfeier von 1952 zu sehen, zu der Hunderttausende aus ganz Argentinien nach Buenos Aires kamen.

Schlussendlich bleibt dem Evita-Touristen der Besuch auf dem Friedhof von Recoleta. Dort finden sich täglich hunderte von Menschen um das Duarte-Familiengrab ein. Und immer noch wirft die gehobene Gesellschaft Evita eine Scheinheiligkeit vor: Wie kann ein Landmädchen, das sich für die Armen einsetzte ein so protziges Grab aus schwarzem Marmor bekommen? Die Kluft zwischen Gegenern und Anhängern bleibt.

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