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Verdi über seinen Auftrag:
Verdi schrieb an einen Freund:
Eine Oper für Kairo komponieren!!! Puh! Ich gehe nicht hin, sie zu inszenieren, weil ich fürchten müsste, dort mumifiziert zu werden. Ich muss Euch jedoch sagen, dass der Vertrag noch nicht unterschrieben ist. Aber da meine Bedingungen – und die waren hart – telegrafisch akzeptiert worden sind, kann man ihn für abgeschlossen halten. Wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, «du wirst für Kairo schreiben», hätte ich ihn für einen Verrückten gehalten, aber jetzt sehe ich ein, dass ich der Verrückte bin.
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Spielplan:
Alle Termine und Veranstaltungen in der Monatsübersicht:
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Aida - Hintergründe, Informationen und Geschichte
1870 wurde dem Komponisten Giuseppe Verdi vom Khediven von Ägypten, Ismael Pascha, der Auftrag erteilt, eine Oper, ausschließlich im Ägyptischen Stil zu schreiben, die zur Eröffnung des Opernhauses in Kairo uraufgeführt werden sollte.
Die Uraufführung fand am 24. Dezember 1871 in Kairo statt.
Verdi wählte für die Handlung Ägypten zur Zeit der Pharaonen. Die nubische Prinzessin Aida wird als Geisel nach Ägypten verschleppt und lebt fortan als Sklavin am ägyptischen Hof. Der Heerführer des Pharaos, Radames, liebt Aida und sie liebt ihn. Aidas Volk, die Äthiopier, greifen Ägypten an, um Aida zu befreien. Und Radames soll nun die Heere des Pharao gegen Aidas Volk ins Feld führen.
Radames will Aida nach dem Feldzug heiraten. Aida erleidet große Qualen, als Radames in den Krieg gegen ihr Volk zieht. Sie bangt genau so um die Äthiopier wie um ihren Geliebten.
Aber es gibt eine Nebenbuhlerin: Amneris, eine der Töchter des Pharaos, ist ebenfalls in Radames verliebt. Die listige Amneris gaukelt Aida vor, Radames sei in der Schlacht gefallen und entlockt ihr damit das Geständnis, dass sie den Heerführer liebt. Und so ist Amneris sicher, in Aida eine Rivalin zu haben.
Radames kehrt siegreich aus dem Kampf zurück und Amneris befiehlt, dass Aida sie als Sklavin zu dem Siegesfest zu begleiten. Radames und seine Truppen marschieren feierlich in Theben ein und mit ihnen ziehen die äthiopischen Kriegsgefangenen. Einer von ihnen ist Aidas Vater, der äthiopische König Amonasro. Er gibt sich aber nicht zu erkennen, sondern tritt als Untergeordneter Heerführer auf. Zu seiner Tarnung berichtet er sogar, er hätte seinen König im Kampf fallen sehen. Amonasro und Radames bitten den Pharao und den Oberpriester um die Freilassung der Gefangenen, die letztlich auch gewährt wird. Nur Amonasro und Aida sollen als Geisel in Ägypten verbleiben. Und Radames soll zum Dank und Lohn für seinen siegreichen Feldzug die Tochter des Pharaos, Amneris heiraten und nach ihres Vaters Tod selber einmal Pharao werden.
Das Schicksal dieser vier Personen gipfelt schließlich in einer Nacht am Isistempel an den Ufern des Nils. Es ist der Vorabend der Hochzeit von Amneris und Radames. Amneris wird von Ramphis in den Tempel geführt um für ihre bevorstehende Ehe zur Göttin Isis zu beten. Aber auch Aida ist am Tempel zur Stelle, die auf ein heimliches Treffen mit Radames wartet. Noch bevor Radames eintrifft, findet Aidas Vater seine Tochter und überredet sie, Radames ein Geheimnis zu entlocken. Er weiß, dass weiter Überfälle auf sein Land bevor stehen und will wissen, auf welchem Weg die Ägypter in Äthiopien einfallen wollen.
Amonasro bittet seine Tochter mit ergreifenden Worten, sich an ihre Heimat zu erinnern und mit ihm nach Äthiopien zu fliehen. Jetzt trifft Radames ein und Aidas Vater versteckt sich. Aida bittet ihren Geliebten, ihr nach Äthiopien zu folgen und fragt ihn um einen geheimen Pfad, auf dem ihre Flucht gelingen könnte. Radames nennt ihr mit großer Überwindung die Napataschlucht und sofort tritt Amonasro aus seinem Versteck und zeigt seine wahre Identität als König der Äthiopier.
Radames erkennt, dass nach diesem Verrat von seiner Seite seine Stellung in Ägypten vertan ist. Plötzlich tritt Amneris aus dem Tempel klagt und Radames laut des Verrats an. Amonasro versucht, die Prinzessin zu ermorden, aber Radames hält ihn davon ab. Er übergibt dem herbei eilenden Ramphis sein Schwert und lässt sich gefangen nehmen. Aida und Amonasro entkommen.
Amneris ist zerrissen zwischen Liebe und Wut. Sie lässt den Gefangenen Amneris in den königlichen Palast vorführen. Sie behauptet, Aida am Ufer des Nils getötet zu haben. Sie bittet und fleht ihn an, sich vor dem Gericht der Priester zu verteidigen. Aber Radames sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben ohne Aida. Amneris berichtet in ihrer Verzweiflung sogar, dass Aida lebt und sie eigentlich nur Amonasro getötet habe, Aida aber geflohen sei. Sie bietet Radames einen Freispruch und den Thron und ihre Liebe an, wenn er nur auf Aida verzichte. Aber Radames sucht den Tod und kehrt in sein Gefängnis zurück. Bei dem Gericht der Priester verteidigt er sich nicht. Er wird dazu verurteilt, unter dem Altar der Göttin lebendig begraben zu werden.
Bei der Vollstreckung des Urteils sieht Radames zu, wie er Stein um Stein in der Krypta eingemauert wird. Er denkt immerzu nur daran, dass Aida Äthiopien erreichen und in Freiheit leben kann. Als der letzte Stein in die Mauer eingesetzt wird, hört er hinter sich ein Seufzen:
Aida ist zurück gekehrt, um gemeinsam mit ihm zu sterben. Sie hat sich mit Radames einmauern lassen. Die beiden Geliebten nehmen gemeinsam Abschied von diesem „Tal der Tränen“, während Amneris zu Isis betet, dass Radames Seele Frieden finden möge.


















