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Restaurant-Tipp: Fabula
Seit vielen Jahren einer unserer treuen Sponsoren und unser Restaurant-Tipp: Restaurant & Lounge Fabula am Tecklenburger Bahnhof. Eine abwechslungsreiche Küche, ein riesiges Party-Service-Angebot, das Ambiente einer originalen Jugenstilvilla und ein lauschiger Biergarten laden zum Genießen ein!
Übernachten in Tecklenburg
Das perfekte Wochenend-Paket in Verbindung mit einem Bühnenbesuch: Übernachten im stilvollen Ferienhaus auf drei Etagen. Familie Konermann bietet Ferienwohnungen, Zimmer und ein wunderschönes Ferienhaus mitten in Tecklenburg.
Spielplan:
Alle Termine und Veranstaltungen in der Monatsübersicht:
| August - 2010 | ||||||
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Die Tragik eines Genies
Genial, jedoch vollkommen chaotisch, voller überbordender Kreativität, aber dem Druck seiner Umgebung nicht gewachsen, die ungeheure Begabung, die schließlich zur Last wird: Mozart, eine schillernde Figur, ein vergänglicher Mensch, der Unvergängliches schuf. Tecklenburgs Freilichtbühne wagt sich mutig an diesen Ausnahmekomponisten heran. Am Samstag, 21. Juni, feiert „Mozart!“ seine Premiere auf der Burgruine. Man darf gespannt sein, wie das gigantische Ensemble von 120 Darstellern, Tänzern, Statisten, Chorsängern und Musikern diesen Stoff in zweieinhalb Stunden umsetzt.
Radulf Beuleke spricht ganz cool von einer Open-Air-Weltpremiere. In der Tat wurde Mozart nach seiner Welturaufführung 1999 in Wien lediglich in München und Hamburg ins Programm genommen. Das „Stück für ein denkendes Publikum“ sei in Hamburg nicht so eingeschlagen, erinnert sich Ethan Freeman, der auch dort Mozarts Vater Leopold spielte. Doch ist er begeistert von dieser Lebensgeschichte, die so viel Tragik, Ruhm, Liebe und Verzweiflung in sich birgt. Ethan spielte zuletzt in „Jesus Christ Superstar“ in Tecklenburg.
Patrick Stanke muss man in Tecklenburg nicht mehr vorstellen nach dem „Jekyll & Hyde“-Hype im vergangenen Jahr. Er kennt „Mozart“ als Münchener Inszenierung und findet, dass Tecklenburg eine ganz andere sei. Das „Arbeiten mit Freunden“ in der Provinz macht ihm sehr viel Spaß. Darin sind sich übrigens alle Darsteller einig.
Marc Clear, aus Berlin mit dem Zug angereist, lobt ebenfalls das kollegiale Klima. Wo gibt es auch sonst einen Intendanten, der Kulissen bemalt oder Darstellern einen Kaffee bringt? Clear sprang vor zwei Jahren bei „Les Misérables“ ein, als Dean Welterlen erkrankte. Dann ist da noch Karin Seyfried, die charmante Wienerin und in „Mozart!“ das Nannerl, seine ältere Schwester. Jana Werner, Adrian Becker, Michael Schüler, Claudia Balmes, Michaela Schober – viele bekannte Gesichter, die Cusch Jung, erfahrener Berliner Regie-Fuchs, detailverliebt fordert.
Die Vita Mozarts inszeniert er als Gefühlsachterbahn: Die ganze emotionale Bandbreite der wechselvollen Lebensstationen eines Ausnahmetalents wird das Publikum sehen. Da ist das schwierige Verhältnis zum Vater, seine Liebe zur Schwester. Da ist die Gesellschaft (es gibt sehenswerte Massenaufzüge), die ihn verspottet. Ist Mozart seiner Zeit voraus? Wahrscheinlich. Wie einen modernen, jungen Mann lässt ihn die Regie auf die Bühne. Pech für den Jeans-Typ: Seine Zeit benutzt ihn, seine fieberhafte Arbeit produziert immer neues Verlangen nach Musik.
Mozart, der Pop-Künstler? Eindeutig, den Soundtrack des Musicals bestimmen sogar Rock und Pop. Wenn auch hier und da kleine Sequenzen aus seinem Werk den Wiederkennungswert für Opernfreunde garantieren.
Ein „Musikdrama mit komödiantischen Momenten“ nennt Ethan das Tecklenburger Projekt. Nur dreieinhalb Wochen Zeit zur Vorbereitung hat das Ensemble. Da ist es von Vorteil, dass sich fast alle sehr gut kennen. „Wir scheitern hier nicht an unseren Eitelkeiten“, lacht Ethan Freeman, der sich – wie alle anderen Profis – aufgeräumt und sehr freundlich zeigt.
Was das Publikum von Karin Alberti zu erwarten hat? Tecklenburgs Fachfrau für Kostüme wird garantiert wieder echte Hingucker auf die Stoffbahnen zaubern. Ansonsten aber soll die Kulisse von Susanna und Thomas Buller eher puristisch daher kommen. Beuleke wünscht sich kein überladenes Rokoko-Ambiente.
Opulent ausgestattet ist jedenfalls die Musik: 70 Leute im Chor, 28 im Orchester, immerhin fünf Einspielungen von Mozart-Kompositionen. Die musikalische Leitung hat einmal mehr Tjard Kirsch. Auch einige Choreografien werden Cusch Jung und Joel Kirby auf die Bühne bringen. Angestaubt ist da gar nichts, im Gegenteil.
Zur Premiere hat sich prominenter Besuch angekündigt: Michael Kunze als Story-Architekt und Komponist Sylvester Levay reisen an, um ihr immerhin neun Jahre altes Werk Open-Air zu erleben.
Text und Fotos: Jörg Birgoleit,
WN
Quelle:
WN Nr. 135 v. 12.06.08



















